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"Vacuum in the Ocean"
Performance

About Identity"Who am I, who can I be, how do others see me?"Questions that have always revolved around the dilemma of humans searching for their own identity. "Vacuum in the Ocean" places these age-old questions in a new context. The consequence is the search for one's own identity and at the same time for the Other within us and in each individual: the longing of every individual to carry a complete and authentic self within. However, the question of identity in late modernity is increasingly posed in the context of work. The result is a composite patchwork identity.Three performers – two men and one woman – circle these questions and attempt to break free from their fragmented identities, only to realize that their own shadow, determined by imprinting, attribution, and personal dream constructs, cannot be overcome. They encounter each other as characters in a love triangle, yet they repeatedly relate their search for meaning to the central focus of their work identity, ensuring they will never come together.Intertwined with biographical fragments, "Vacuum in the Ocean" combines theater, dance, music, and projections into a multi-layered picture of shifting identity designs.

Performance Dance: Stefan Düe, Nina Louise Vallon, Aljoscha ZinflouConcept
Space, Direction: Raman Zaya
Dramaturgy: Célestine Hennermann
Media: David Brüll, Ingolf Heinsch
Music: Jürgen Krekel
Photography: Jörg BaumannAssistant: Lisa Schindler
Premiere: May 29, 2008, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt a.M.A production of Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, with kind support from the Cultural Office of Frankfurt am MainDuration: approx. 75 minutes




Über die Identität
„Wer bin ich, wer kann ich sein, wie sehen mich die Anderen?“
Fragen, die seit je das Dilemma des Menschen auf der Suche nach der eigenen Identität umkreisen. „Vakuum im Ozean“ stellt die alten Fragen in einen neuen Kontext. Die Konsequenz ist die Suche nach der eigenen Identität und zugleich nach dem Anderen in uns und in jedem Einzelnen: die Sehnsucht jedes Individuums, ein vollständiges und authentisches Ich in sich zu tragen. Doch die Frage der Identität in der Spätmoderne stellt sich immer mehr im Arbeitskontext. Resultat ist eine zusammengesetzte Flickenteppichidentität.
Drei Performer – zwei Männer und eine Frau kreisen diese Fragen ein und versuchen aus ihrer zerstückelten Identität auszubrechen, nur um festzustellen, dass der eigene Schatten bestimmt durch Prägung, Zuschreibung und eigenes Traumgebilde nicht zu überwinden ist. Sie begegnen sich als Romanfiguren in einer Dreiecksbeziehung, jedoch beziehen sie ihre Sinnsuche immer wieder auf den Schwerpunkt der eigenen Arbeit- sidentität, so dass sie nie zusammen finden werden.
Verschränkt mit biographischen Fragmenten verbinden wir in „Vakuum im Ozean“ Theater, Tanz, Musik und Projektionen zu einem vielschichtigen Bild wechseln- der Identitätsentwürfe.

Performance: Stefan Düe, Nina Louise Vallon, Aljoscha Zinflou
Konzept, Raum, Inszenierung: Raman Zaya
Dramaturgie: Célestine Hennermann
Medien: David Brüll, Ingolf Heinsch
Musik: Jürgen Krekel
Fotografie: Jörg Baumann
Assistenz: Lisa Schindler

Uraufführung 29.Mai 2008, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt a.M.
Eine Produktion des Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Mit freundlicher Unterstützung vom Kulturamt Frankfurt am Main
Dauer ca. 75 Minuten






Frankfurter Rundschau 2. Juni 2008, von Jamal Tuschick
Spiel mit vitalem Überschuss „Vakuum im Ozean“
„Wir glauben, unsere Theorien mit den Tatsachen zu konfrontieren, aber wir können sie nur Theorien der Erfahrungen gegenüber stellen.“ Diese Bemerkung aus dem Glossenwerk des kolumbianischen Essayisten Nicolás Gómez Dávila könnte man dem zurzeit im Frankfurter Mousonturm in der Regie von Raman Zaya über die Studiobühne gehenden Tanz-Theater-Stück „Vakuum im Ozean“ als Motto voran stellen.“
... »Vakkum im Ozean« gewinnt immer dann beson- deren Reiz, wenn die in den Raum geworfenen Fragen und Behauptungen mit Bioelemeneten gesättigt werden. An Zinflous Protagonistenauftrag hängen Fünfkampftraining, Jobs auf dem Bau und zumindest eine Schwimmbadbekanntschaft: »Du hast mir sofort gefallen«. das wird gekontert, so einfach soll das Leben nicht sein. Man gelangt endlich zu der Umständlich- keit: »Ich kann mein Leben so zusammensetzen, dass es komplett wirkt« ...
... Einmal fällt der schöne Satz: »Deine mentale Ob- dachlosigkeit ist Geschichte«. Das trifft auf jeden zu, ihm muss zuvor nur die Kraft ausgehen. »Vakuum im Ozean« ist ein Spiel mit vitalen Überschüssen. Es verhandelt die Unübersichtlichkeit angesichts vieler Möglichkeiten und ist dabei sehr schön anzusehen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung 31. Mai 2008, von Christoph Schütte
Leben im Plural, „Vakuum im Ozean“ im Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm
„Zayas bis auf ein paar weiße, immer wieder neu arrangierte Kisten nahezu leere Bühne ist die Bild gewordene Baustelle für diese Architekten ihres eigenen Lebens, Bricolage-Künstler allesamt, deren Haus nie fertig werden will. Und im Wechsel von Tanz, Spiel- und Dialogszenen, elektronischen Beats und Scarlatti sowie allerlei Videosequenzen fügen sich die fragmentarischen Entwürfe zu einem aus lauter Resten zusammengenähten Flickenteppich: den Patchwork- Identitäten der postmodernen Welt. Denn „Leben unter den heutigen Bedingungen“, heißt es einmal, „heißt ja Leben im Plural“.